M. H. , 30 Jahre, weiblich

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Autorin.

Ich war erschöpft, durch den Wind und brauchte einfach mal eine Pause, um mich zu regenerieren. Ich bekam die Chance hier her zu kommen um mich auszuzruhen, Kraft zu tanken und Unterstützung zu bekommen, obwohl ich keinen blassen Schimmer davon hatte was mich erwarten würde. Mit einer Mischung aus Angst, Unsicherheit und Abwehr machte ich mich auf dem Weg hier her. Die Ankunft im Rückzugshaus war nicht leicht für mich, meine Gedanken kreisten die ganze Zeit, ich kannte am Anfang schwer zur Ruhe kommen. Innere Unruhe und Spannung im ganzen Körper standen bei mir an der Tagesordnung.

Nach einiger Zeit spürte ich, dass ich mich hier sicher und auch wohl fühlte und das es doch gar nicht schlimm ist als ich vermutet habe. Ich lernte neue Menschen kennen und auch dort wusste ich zu Anfang nicht ob sie mich so akzeptieren würden wie ich bin, die Angst davor abgelehnt zu werden stand bei mir immer im Vordergrund, löste sich dennoch mit der Zeit immer mehr und ich konnte mich meinen Mitmenschen öffnen, mit ihnen lachen und einfach Spaß heben. Es sind hier auch im Nachtcafe viele tolle Freundschaften entstanden womit ich nicht gerechnet habe. Ich durfte die Erfahrung machen, dass nicht alle Menschen etwas böse von mir wollen, auch dann nicht wenn ich mich ihnen geöffnet habe.

Ich hatte hier viele Gespräche wo ich viele positive Erfahrungen, Anregungen sammeln, umsetzen und zum Teil zulassen konnte. Ich fühlte mich hier angenommen und verstanden.

Ich werde diese Zeit hier nie vergessen denn sie hat mir neue Wege gezeigt, dass es anders geht, dass ich so wie ich bin gut ist.

Vielen Dank für die Unterstützung.